Kosovo statt Marchfeld

Politik | ADELHEID WÖLFL | aus FALTER 25/04 vom 16.06.2004

HEERESREFORM Die Zilk-Kommission ist fertig: Österreichs Soldaten werden bald nicht mehr die Heimat verteidigen, sondern in internationalen Missionen eingesetzt. 

Weil das Mikrofon nicht funktioniert, bedankt sich der Herr Vorsitzende beim lieben Gott, dass er ihm ein so lautes Organ geschenkt hat. Dann verpflichtet Helmut Zilk die Anwesenden, in dröhnendem Bass zur offiziellen Präsentation des Reformpapiers zu erscheinen. Der Verteidigungsminister lächelt. Und der Generalstabschef lächelt. Altösterreichische Marschmusik schmettert über den Köpfen der Heeresreformkommission.

  Obwohl sich Befürworter der "strategischen Partnerschaft" mit den Neutralitätsverfechtern, die Wehrpflichtapologeten mit den Berufsheeranhängern monatelang gematcht hatten, stimmten die vier Parteien vergangene Woche den Reformvorschlägen zu. Nur Vertreter der Zivildiener und die Sozialistische Jugend lehnten ab, weil die Zukunft des Wehrersatzdienstes im Unklaren bleibt. Auch der FPÖ-Mann im Verteidigungsministerium,


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