Ziemlich zornig

Politik | ROBERT MISIK | aus FALTER 25/04 vom 16.06.2004

POLITISCHES BUCH Jürgen Habermas, der vielleicht bedeutendste lebende Philosoph, wird diese Woche 75 - und gönnt sich zum Jubiläum einen Essayband mit drängender Geste. 

Freitag dieser Woche wird Habermas 75 Jahre alt. Und pünktlich brachte der Suhrkamp-Verlag einen neuen Band mit Einwürfen des Jubilars heraus, eines jener bunten Editionsbändchen, die der Autor nunmehr schon seit Jahrzehnten und nicht ohne Understatement mit dem Untertitel "Kleine politische Schriften" versieht. Interventionen, mit denen er regelmäßig Stichworte liefert, die bald zu geflügelten Worten im deutschsprachigen Diskurskosmos werden: "Die Neue Unübersichtlichkeit" (1985 über die konservative Wende) beispielsweise, oder "Eine Art Schadensabwicklung" (die gesammelten Essays zum Historikerstreit, 1987).

  Der aktuelle Titel ist dagegen fast von schnörkelloser Evidenz: "Der gespaltene Westen". Zwei miteinander verbundene Großthemen treiben Habermas in den darin versammelten Aufsätzen, Interviews


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