Saving Private Powers

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 25/04 vom 16.06.2004

LITERATUR Auch in der Belletristik sind die USA die einzige verbliebene Supermacht: Neben den großen alten Herren drängt in letzter Zeit eine jüngere Generation auf den Markt. Jüngstes Beispiel: Richard Powers mit seinem Familienepos "Der Klang der Zeit". Aber lassen sich Bestseller wirklich planen? 

Schon rein äußerlich betrachtet bringt das Ding alles mit, was zurzeit gerne genommen wird: Es kommt aus den USA, ist 5,5 Zentimeter dick, ein Kilo schwer und hat 766 Seiten. Es heißt "Der Klang der Zeit", wurde von dem US-amerikanischen Schriftsteller Richard Powers verfasst und vom S. Fischer Verlag mit einer üppigen Startauflage von 70.000 Stück vom Stapel gelassen. Und vorerst sieht es ganz so aus, als würde es sich in der Schlacht auf der rauen See des deutschen Buchmarktes wacker schlagen: Auf der nach Verkaufszahlen gerankten und demgemäß von Donna Leon angeführten Spiegel-Bestsellerliste Platz nimmt der Roman bereits Platz neun ein - unmittelbar vor John Grisham, Paulo


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