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Kultur | KURT PALM | aus FALTER 25/04 vom 16.06.2004

LITERATUR Warum am 16. Juni "Bloomsday" gefeiert wird und man das bekannteste nicht gelesene Buch der Weltliteratur doch lesen sollte. 

Chicago tut es, Buenos Aires tut es, Dublin tut es sowieso und sogar Garmisch-Partenkirchen tut es: Die ganze Welt feiert ihn, den hundertsten "Bloomsday", also die Wiederkehr jenes Tages, an dem der 38-jährige Annoncenacquisiteur Leopold Bloom von seinem Autor James Joyce durch Dublin geschickt wird und dabei wenig Aufregendes erlebt. Für Bloom beginnt der 16. Juni 1904 um acht Uhr mit einem Frühstück (Hammelniere!), anschließend entleert er seinen Darm, geht auf ein Begräbnis, besucht kurz seinen Arbeitsplatz, isst bei Davy Byrne's ein Gorgonzolasandwich, trinkt ein Glas Burgunder, onaniert am Strand von Sandymount, trifft des Öfteren auf einen gewissen Stephen Dedalus und wankt spät in der Nacht nach Hause in die Eccles Street Nr. 7, wo seine Frau Molly bereits im Bett liegt und im Halbschlaf über Gott und die Welt nachdenkt.

  Und für diese


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