Nur geträumt, nix versäumt

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 25/04 vom 16.06.2004

FESTWOCHEN TAGEBUCH Woche sechs: Buhs für Robert Quitta, Jubel für Baumeister Solness, ein Hattrick für Sebastian Nübling, eine falsche Millionenshow und das Schauspielhaus als Chill-out-Zone. 

Zur Festwochen-Zeit ist der "Falter"-Theaterkritiker im Dauereinsatz: Fast jeden Abend ist was. Weil er aber nicht den ganzen Kulturteil voll schreiben kann, berichtet er in Tagebuchform von seinen Erlebnissen. Letzte Lieferung.

Dienstag, 8. Juni Der Wiener Regisseur Robert Quitta ist seit 15 Jahren unermüdlich auf der Suche nach dem wahren Theatermoment. Seine 43. Produktion heißt "Molière stirbt" und ist eine Art Negativ-Variante des "Eingebildeten Kranken": Gespielt werden nur die zu Molières Zeiten obligaten Ballettszenen (samt der Originalmusik von Marc-Antoine Charpentier). Während Molière-Darsteller Wolfgang Lesky in einem Thronsessel vor sich hin siecht und immer länger werdende Listen von Gebrechen, Arzneien und Nebenwirkungen rezitiert, tanzen hinter seinem Rücken Schäfer,


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