Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 25/04 vom 16.06.2004

Sex: Schöne Frauen (2)

Ich kann mich nur in schöne Frauen verlieben. Manchmal halte ich mich deshalb für einen oberflächlichen, charakterschwachen Menschen. Ich glaube aber, da tue ich mir unrecht. Das Problem ist, dass es zwischen Schönheit und Liebe eine Wechselwirkung gibt: Wir lieben, was wir schön finden - und finden umgekehrt schön, was wir lieben. Wenn ich eine Frau schön finde, kann das also entweder bedeuten, dass ich sie liebe, weil sie schön ist, oder dass ich sie schön finde, weil ich sie liebe - was im Grunde keinen Unterschied macht. Den Satz "Du bist schön" sollten Frauen also nicht für ein Kompliment halten. Er ist eine Liebeserklärung. W. K.

Fussball: Sophokles

Das fängt ja gut an: Der ORF hat es geschafft, noch vor dem Eröffnungsspiel die erste falsche Analyse zur Fußball-EM abzugeben. "In Griechenland nennen sie Nationaltrainer Otto Rehhagel Rehakles", berichtete ORF-Reporter Hans Huber. "Nach Sophokles, dem Philosophen." Das war vermutlich gleich doppelt falsch. Erstens bezieht sich der griechische Namenswitz wohl eher auf den mythologischen Helden Herakles, zweitens war Sophokles kein Philosoph, sondern Tragödiendichter. In einem seiner berühmtesten Werke, "König Ödipus", tritt übrigens der Schutzpatron der ORF-Sportredaktion auf: Teiresias, der blinde Seher. W. K.


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