Stranger than Paradise

Extra | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 25/04 vom 16.06.2004

KUNST Exil, Migration und die Folgen des Kolonialismus prägen den Prozess der Globalisierung. Mehr darüber ist in einigen Ausstellungen dieses Sommers zu erfahren. 

Die Globalisierung hat zwei Klassen von Reisenden hervorgebracht. Die Touristen genießen die Vorzüge ihres Kontoüberschusses. Die anderen nennt der polnische Soziologe Zygmunt Bauman Vagabunden: Sie warten in dreckigen Asyllagern auf Behördenbescheide, schnappen in Lkw-Verstecken nach Luft, verrichten unversichert schlecht bezahlte Hilfsarbeiten. Sie erfahren das Leben in der Fremde nicht als ästhetisch überschüssig, sondern als existenziell bedrohlich.

  In den letzten Jahren nahmen sich zahlreiche Künstler der Themen geografische Entwurzelung und kulturelle Vermengung an. Künstler in der Fremde: Sie haben das Leben im Exil durch familiäre Umstände kennen gelernt, wie die koreanisch-amerikanische Künstlerin Theresa Hak Kyung Cha (1951-1982), deren Werk in der Generali Foundation präsentiert wird (bis 15.8.).


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige