Zehn Jahre später ...

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 26/04 vom 23.06.2004

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT ... liest sich der letzte Satz dieser Glosse noch immer ganz gut. Wer weiß, was er bedeutet? 

Es ist das vornehmste Ziel jedes österreichischen Kolumnisten, der auf sich hält, sich selbst zu zitieren. Gehörte früher das Zitat des Klassikers zum Repertoire ("wie Schiller richtig sagte", "schon bei Goethe lesen wir"), scheint in unseren Kreisen eher das Selbstzitat angesagt zu sein. Man mag das mit Bildungsverfall begründen - wer interessiert sich heute noch für Schillergoethe - oder mit Eitelkeit, der schriftstellerischen Produktivkraft schlechthin. Jedenfalls ist das Selbstzitat Ziel und Krönung jeder journalistischen Laufbahn.

  Kürzlich wies mich ein Freund darauf hin, ich käme diesem Ziel bereits nahe, weil ich des Öfteren auf etwas hinwiese, das ich schon einmal geschrieben habe, und er schalt mich dafür. Weiter daneben hätte er nicht liegen können! Wie ich oben sagte, ist das vornehmste Ziel jedes österreichischen Kolumnisten, sich selbst


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