HERO DER WOCHE

Franz Fiedler

Politik | aus FALTER 26/04 vom 23.06.2004

Wer Politikern in diesem Land zu nahe tritt, muss mit Watschen rechnen. Der Exverfassungsrichter Ludwig Adamovich und viele Richter und ranghohe Polizisten haben das in Skandalzeiten erlebt. Der Respekt vor Kontrollorganen ist hier gering. Umso erstaunlicher, dass Franz Fiedler, der schrullige Rechnungshofpräsident und gelernte Richter, so akzeptiert war. Dieser Tage tritt der Mann ab und wird von allen gelobt. Zu Recht: Fiedler bewies Mut, auch heikle politische Causen (etwa den Fall Grasser) zu prüfen. Er rügte horrende Honorare für Regierungsberater und PR-Fuzzis, er kritisierte Umfärbungen in der Verstaatlichten, er nervte zu gut bezahlte Burgtheaterdirektoren ebenso wie Lokalkaiser, die viel zu viel Geld für Straßenprojekte zahlten. Sieht man von seiner missglückten Fast-Hofburg-Kandidatur ab, dann hat Fiedler seinen Job wirklich exzellent erledigt. Adieu!


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