FPÖ-PERSONAL

Ist da jemand?

Politik | aus FALTER 26/04 vom 23.06.2004

Jetzt geht der Stärkste, dann können wir die Schwachen fast nicht mehr gehen lassen", jammerte ein FPÖ-Abgeordneter nach dem Rücktritt von Justizminister Dieter Böhmdorfer. Bei den Freiheitlichen ist die Personaldecke nach mittlerweile neun Ministerrücktritten so ausgedünnt, dass jeder zweite Blaue als neuer Justizminister kolportiert wird. Einzige Voraussetzung: ein abgeschlossenes Jusstudium.

  Zu den potenziellen Kandidaten (bis Falter-Redaktionsschluss) zählt unter anderem Harald Stefan, Notar, Wiener Gemeinderat und Mitglied der rechtsextremen Burschenschaft Olympia. Der 39-Jährige engagierte sich im Vorzugsstimmen-Wahlkampf des FPÖ-Ideologen Andreas Mölzer, wird in der rechtsextremen Aula gefeiert, da er gegen Subventionen für das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands kämpfte, weil dieses "einseitige sozialistisch-marxistische Verhetzung" betreibe. Er engagierte sich auch gegen die Aberkennung des Ehrengrabs von NS-Fliegermajor Walter Nowotny. Laut einem

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