Unbegründete Angst

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 26/04 vom 23.06.2004

ASYL Früher bremste der ÖGB den Zugang von Fremden zum Arbeitsmarkt. Nun fordern Gewerkschafter ein Recht auf Arbeit für Asylwerber. 

Bei der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) sind die Türen offen. "Asylwerber können bei uns Mitglied werden, auch wenn sie keine Arbeitserlaubnis haben", sagt GPA-Chef Hans Sallmutter. Das war nicht immer so. In den Neunzigerjahren wehrten sich die Gewerkschafter noch mit Händen und Füßen gegen Fremde am Arbeitsmarkt. Am Dienstag setzte sich der GPA-Chef hingegen erstmals mit Flüchtlingshilfsorganisationen auf ein Poldium und forderte Arbeitsbewilligungen für alle, die auf ihren Asylbescheid warten. Seit 1. Mai 2004 ist zwar ein Gesetz in Kraft, das Asylwerbern eine Beschäftigung erlaubt. "Kurz darauf hat Wirtschaftsminister Martin Bartenstein aber per Erlass festgeschrieben, dass sie nur als Saison- und Erntearbeiter angestellt werden dürfen", sagt Heinz Fronek von der Asylkoordination.

  Weil diese Einschränkung de facto bedeutet,


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