"Alibifrauen? Nein, danke!"

Politik | JULIA ORTNER und EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 26/04 vom 23.06.2004

SPÖ Die neue Frauen- und Integrationsstadträtin Sonja Wehsely über Ausländerquoten, die erste Bürgermeisterin von Wien und darüber, warum sie heute niemand mehr mit "Heast, Madl" anquatscht. 

Sie war stets auf Parteilinie - frech sein kann Sonja Wehsely aber schon. Montag früh traf die 34-Jährige im è tricaffè zufällig Josef Cap. Der SPÖ-Parlamentsklubchef gratulierte der Gemeinderätin mit einer bedächtigen Geste zum Aufstieg zur Stadträtin für Frauen und Integration. Als er sich ebenso bedächtig wieder entfernte, rief sie dem roten Revoluzzer a. D. nach: "Ist des das Alter?"

  In der Wiener SPÖ rücken die Mittdreißigerinnen vor. Wehsely erbt das Ressort und die Verantwortung für 65.000 Gemeindebedienstete von Renate Brauner, die die Gesundheit übernimmt. Die 35-jährige Nationalrätin Ulli Sima wird Umweltstadträtin.

  Im Gegensatz zu Sima, die erst vor fünf Jahren zur SPÖ kam, kann die Pragmatikerin Wehsely schon auf eine lange Parteikarriere zurückblicken.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige