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Medien | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 26/04 vom 23.06.2004

INTERNET Mit iTunes hat Apple endlich sein Downloadmusik-Geschäft eröffnet - allerdings noch nicht in Österreich. 

Neunundneunzig Cent pro Musiktitel, 9,99 Euro für das Album: Zumindest Letzteres klingt fast schon nach Schnäppchen und soll der müden Unterhaltungsindustrie endlich den erhofften Aufschwung bringen und legale Downloads stoppen. Vergangene Woche ist Apple auch in Europa ins Musikbusiness eingestiegen, hat sich mit der Plattenindustrie geeinigt und stellt mit iTunes 700.000 Titel zum Download zur Verfügung. Ganz legal, ohne Raubkopien und mit denselben Rechten wie beim Erwerb einer CD. Wer zahlt, darf die Songs Freunden vorspielen, auf den zugehörigen Player iPod speichern, für sich selbst CDs brennen - und das alles solange man möchte. Und das gilt nicht nur für Apple-Benutzer, iTunes funktioniert auch mit Windows.

  Dass in der digitalen Jukebox von Apple nicht gerade die allerneuesten Independenttitel lagernd sind, sondern man sich eher dem musikalischen Mainstream widmet, versteht sich fast schon von selbst. Die verschiedenen Shops sind den Rubriken Rock, Jazz, Latin, New Age, Inspiration, Oper, R&B/Soul, Reggae und Soundtracks gewidmet, i-Tunes-User können aber auch gezielt nach Interpreten suchen. Zum Shopstart haben einige Interpreten (Jamie Cullum, Rosenstolz, Beginner) sogar exklusive Tracks geliefert. Und wie im Plattengeschäft können die Kunden auch probehören, verschiedene Einspielungen miteinander vergleichen und das digitale Plattencover bewundern - zumindest dreißig Sekunden lang.

  In Europa startete iTunes vorerst übrigens erst in England, Frankreich und Deutschland, den wichtigsten Märkten. Österreicher - man muss bei der Registrierung seinen Wohnort bekannt geben - dürfen aus rechtlichen Gründen noch nicht downloaden. In einigen Wochen soll sich auch das ändern.

Infos: www.apple.com


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