KUNST KURZ

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 26/04 vom 23.06.2004

Arbeit ist ein heißes Thema. Während im französischen Kino bereits seit Mitte der Neunzigerjahre über die neoliberale Conditio humana nachgedacht wird, bietet die Deregulierung der Arbeitswelt jüngst Dramatikern wie Rene Pollesch oder Kathrin Röggla Stoff. "KünstlerInnen sind klassische Selbstausbeuter", schreiben die Kuratorinnen Gabriele Mackert und Jeanette Pacher im Folder zu ihrer Ausstellung "Permanent Produktiv" in der Kunsthalle Exnergasse (bis 24.7.). Ob Künstler durch ihre prekäre Situation ein spezielles Sensorium für Arbeitsbegriffe haben, wäre eine diskussionswürdige Frage. In der vielseitigen Schau "Permanent Produktiv" nehmen vor allem dokumentarische Ansätze einen breiten Raum ein. Etwa das Projekt BIG HOPE, das das Sprechen über Ökonomie entmonopolisieren will. An der Wand und in Videos sind Meinungen über Wirtschaft von Einwohnern einer ungarischen Industriestadt zu lesen. Oliver Ressler hat für sein Video-Archiv "Alternative Economics, Alternative Societies"


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