Auf Achse

Kultur | MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 26/04 vom 23.06.2004

FILM Martin Bruchs experimenteller Dokumentarfilm "handbikemovie" ist ein Zeugnis unbändiger Willenskraft und darüber hinaus ein Riesenspaß. 

Wie fühlt es sich an, mit einem Affenzahn eine Bergstraße hinunterzubrausen? Oder ungebremst rechts an der stehenden urbanen Blechkolonne vorbeizurasen, um Haaresbreite an den gefürchteten Fahrertüren unaufmerksamer Parker vorbei? Im Kino kann man baden, ohne naß zu werden, und fliegen ohne die Angst abzustürzen. Das erledigen andere für einen: die Special-Effects-Teams mit ihren fleißigen Rechnern, Stuntleute an Bungeeseilen, majestätische IMAX-Kräne oder die Idioten von "Jackass" mit ihren mobilen DigiCams. Und das seit mehr als hundert Jahren zum größten Vergnügen des Publikums, versprach doch schon das früheste Kino (mittels phantom rides genannten Kamerafahrten über Stock und Stein) das Erlebnis von Bewegung im Sitzen und Nervenkitzel ohne reale Gefahr.

  "handbikemovie", ein Film des Wiener Tirolers Martin Bruch, ist in gewissem


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