Der rote Tatzelwurm

Stadtleben | WOLFGANG PATERNO | aus FALTER 26/04 vom 23.06.2004

DONAUINSELFEST Vom Feuerwehrmann bis zum SPÖ-Urgestein: Ohne die Hundertschaften an freiwilligen Helfern wäre das europaweit größte Open Air, das diese Woche am Donauufer stattfindet, undenkbar. Geschichten über Männer, die Tonnen von Würsteln verarbeiten und Bierströme kanalisieren. 

Das neuralgische Zentrum des europaweit größten Freiluftfestivals ist ein schmuckloser weißer Container, nichts sagende Zahlen sind klein auf die Außenhülle gemalt, links oben steht 300 168 4, dazu die Buchstaben CHVU. Im Inneren des Blechkastens schaut es so aus, als ob Handy und Computer noch nicht erfunden wären: Ein paar Bleistifte liegen auf dem ausladenden Schreibtisch, ein dichter Teppich von Schlüsseln hängt an einer Wand. Jemand hat ein Blatt Papier voll gekritzelt, ein leeres Bierglas zieht Fliegen an.

  Robert Schmid, ein Riegel von einem Mann, sitzt in der schlechten Luft des wichtigsten der insgesamt 253 Container, die seit rund einer Woche über die Donauinsel verteilt werden.


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