REGENBOGENPARADE

Liebe, grenzenlos

Stadtleben | aus FALTER 26/04 vom 23.06.2004

Am Samstag wird wieder marschiert - und zwar traditionell andersrum über den Ring: Regenbogenparade ist, und zwar die neunte überhaupt. Um Punkt 15 Uhr wird sich der Umzug des queeren Österreich (und seiner Nachbarn) am Stadtpark in Bewegung setzen. Angeführt von den Motorradlesben "Dykes on Bikes". Auch das hat Tradition. Seit 1996 feiern Lesben, Schwule und Transgenders die Regenbogenparade als sichtbares Zeichen: Wir sind hier, wir sind queer, gewöhnt euch daran. Heuer lautet das Motto der bunten Demo "Liebe kennt keine Grenzen", doch Veranstalterin wäre nicht die HOSI Wien, wenn sich hinter dem windelweichen Slogan nicht zahlreiche Forderungen verbergen würden: Es geht um die politische Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, um einen umfassenden Schutz vor Diskriminierung auch auf Bundesebene, um die rechtliche Gleichstellung gegenüber dem heterosexuell veranlagten Rest des Landes. Enden wird der 3-Stunden-Umzug wieder beim MuseumsQuartier, wo auch die Schlussveranstaltung stattfindet. Am Paradenabend wird dann übrigens richtig gefeiert: Entweder bei der offiziellen After-Pride-Party im Sliders Club (1., Weihburgg. 14) oder beim Zusammenschluss der Queer-Clubs H.A.P.P.Y, Entiende und Homoriental im WUK (9., Währingerstr. 59).


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige