Liebe Leserin, lieber Leser!

ARMI THURNHER | Vorwort | aus FALTER 27/04 vom 30.06.2004

Wissen Sie eigentlich, wie die Weltblätter der deutschen Presse den Herrn sehen, der gewöhnlich diese Zeilen schreibt? Seit Montag wissen wir es. Er agierte, im öffentlich-rechtlichen Fernsehen live überprüfbar, letzte Woche als Juror des Bachmann-Wettbewerbs. "Klaus Nüchtern, Kulturchef und Literaturkritiker der Wiener Stadtzeitung Falter, hat nach Kräften versucht, die Jurorenfloskeln des Bachmann-Preises durch saloppen Ton zu unterwandern", berichtete die Neue Zürcher Zeitung und mutmaßte beinahe korrekt: "Zu einer Cocktailparty würde dieser Herr aus Wien bestimmt eine Kiste Bier mitbringen." Nicht mitbringen, austrinken! Das aber können die Schweizer nicht wissen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung merkte an: Vor allem Nüchtern brachte durch sein jugendlich frisches und von jedem Philologenjargon freies Temperament viel Wechselstrom in den Kreis der Hin- und Widerreden." Ja, diese Wechselstromstöße durchzucken die Mitglieder der Redaktionssitzung jeden Dienstag, das hält

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