Im Mittelpunkt: der Sack

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 27/04 vom 30.06.2004

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Man glaubt, der Tiefpunkt sei erreicht, schon tauchen neue blaue Wunder, äh, Würdenträger auf. 

Man wundert sich doch immer wieder. Der mutmaßliche Übernehmer eines Geldsacks und Überbringer eines Geldkuverts (vgl. Falter 26/04) wird Rechnungshofpräsident. Zum Sack sagt er: "Es wurde untersucht und nie bewiesen." Ein Knittelfelder wird Staatssekretär zwecks Freispielen (des Vizekanzlers), und eine an Gender-Mainstreaming und Ökologie interessierte Juristin (immerhin) wird Justizministerin. Man wundert sich nicht über die Zumutung, die dieses Personal darstellt. Ein Land, das Haider hinnimmt und Grasser als kompetent empfindet, ist abgestumpft. Man wundert sich auch nicht über die Missachtung öffentlicher Institutionen, die in solcher Demonstration von Gleichgültigkeit und Ignoranz steckt. Wen oder was haben uns die Haideristen schon alles zugemutet! Kabas wollten sie als Heeresminister haben, Krüger als Justizminister, Sickl als Sozialministerin


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