Verpasste Chance

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 27/04 vom 30.06.2004

AUSLAND Bill Clintons Memoiren zeigen unter anderem die destabilisierende Kraft der Rechten in der amerikanischen Gesellschaft. 

Rechtzeitig zum Erscheinungstermin der Clinton-Memoiren, denen so enttäuschend wenig Neues über die letzte demokratische Präsidentschaft zu entnehmen ist, liefern Freunde und Vertraute des Expräsidenten um Hollywoodproduzent Harry Thomason die politische Begleitdokumentation: "The Hunting of the President" erinnert in 89-Film-Minuten an die düstere Allianz von halbseidenen Clinton-Feinden aus Arkansas, christlichen Fundamentalisten und dem Medienimperium des rechtsradikalen Milliardärs Richard Mellon Scaife, die schließlich in der zweiten Amtszeit zum Impeachmentverfahren geführt hat. Die Clinton-Getreuen sahen in Sonderstaatsanwalt Kenneth Starr, heute auf dem lukrativen Posten des Präsidenten der von eben diesem Scaife finanzierten christlich-fundamentalistischen Pepperdine University in Kalifornien, nicht mehr und nicht weniger als die Speerspitze


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