OHREN AUF! Alte Rocker

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 27/04 vom 30.06.2004

Lemmy Kilmister ist ein echtes Phänomen: Seit er öffentlichkeitswirksam die Bassgitarre bedient und dazu mit einer lädiert anmutenden Stimme Textzeilen wie "The only way to feel the noise is when it's good and loud" ins Mikrofon brüllt, scheint sich der gute Mann ausschließlich von Whiskey und Nikotin zu ernähren. Trotzdem hat er als Frontman der Punkhardrocker Motörhead auch 58-jährig noch alle sieben Zwetschken beieinander.

Für Platten des britischen Trios existieren ohnehin längst nur mehr zwei Kategorien: "fantastische Motörhead-Platte" und "solide Motörhead-Platte". "We Are Motörhead" fiel vor vier Jahren etwa in erstere Kategorie; der in altbekannter Erbarmungslosigkeit und Modernisierungsresistenz anrauschende neueste Streich "Inferno" (Steamhammer/Edel) dagegen eher unter zweitere. Die Songs sind im Schnitt um eine gute Minute zu lange, und Gitarrist Phil Campbell erhält einfach zu viel Raum zur Selbstdarstellung.

Bei 14 Stücken in knapp vierzig Minuten haben Bad Religion


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