AUFGEBLÄTTERT

Kultur | KLAUS TASCHWER | aus FALTER 27/04 vom 30.06.2004

Manesses Klassiker der Weltliteratur sind mittlerweile selbst quasi klassisch geworden: Seit genau sechzig Jahren gibt es die sorgfältig edierten und zeitlos elegant gestalteten Leinenbände, die bequem in jede größere Jackentasche passen. Zu seinem Jubiläum hat der in Zürich beheimatete Verlag seine mittlerweile 600 Bände umfassende Bibliothek, die Klassiker der Antike ebenso umfasst wie solche des 20. Jahrhunderts, um einige Preziosen der Literaturgeschichte erweitert. Zwei der originellsten Bücher des Jubiläumsprogramms sind neu übersetzte Männerfantasien: Petronius' fast zweitausend Jahre altes "Satyricon" und "Die künftige Eva" des französischen Schriftstellers Auguste Villiers de l'Isle-Adam. Während in der von Fellini 1969 verfilmten Porno-Parodie auf die Ilias und die Odyssee nachzulesen ist, dass schon bei den alten Römern - zumindest unter Nero - Hardcore aller Art in Mode war, führt die 1886 erschienene "künftige Eva" zurück in eine Vergangenheit, in der man


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