Der Bambikiller

Stadtleben | WOLFGANG PATERNO | aus FALTER 27/04 vom 30.06.2004

SPORT Doch, doch, Wrestling gibt es immer noch. Chris Raabe ist Profiwrestler. Besonderes Kennzeichen: Watscht seine Gegner hochkant aus dem Ring. 

Weltbewegendes tut sich in der Stadt, doch Wien ist das egal. Es gastieren in bescheidenem Rahmen und beklatscht von wenigen Händen ein sechsfacher Weltmeister und noch ein zigfacher Weltmeister. Es findet wieder einmal ein seltener Wrestlingabend statt - Stichworte: legendärer Watschentanz am Heumarkt, Catchen, Otto Wanz.

  Die Arena ist diesmal ein Kolpinghaus, in das man einen Kampfring aufgebaut hat. Es gibt einen Weltmeister, der wie der Gute in einem Film voller Bösewichte wirkt; und es ist ein Wrestler zu Gast, der gern den Krawallero gibt. Um die besondere Stellung des einen in dieser seltsamen Randsportart zu verstehen, muss man zuerst den anderen genau beobachten.

  John Williams, Kampfname Ian Rotten, eröffnet das spaßwütige Inferno, Kolpinghaus Liechtensteinstraße, vor ein paar Tagen. Herr Rottens Lebenswerk erschöpft


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