PRESSESCHAU

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 28/04 vom 07.07.2004

Mischen sich die Illustrierten schon wieder ins Privatleben eines Politikers ein? News und Seitenblicke berichteten über die neue Freundin des Finanzministers. Nach den ultimativen Regeln, die hier unlängst aufgestellt wurden, handelt es sich um einen Grenzfall. Denn: 1. Das Privatleben von Politikern sollte tabu sein. Unter 2.a) wurde jedoch ausgenommen, wer sein Liebesleben selbst zum Thema gemacht hat. Und Karl-Heinz Grasser lud News schon vor Jahren zur Nach-Mitternacht-noch-ein Glas-Barolo-Homestory zu sich und seiner damaligen Lebensgefährtin ein. In den Seitenblicken sagte er zwar nun: "Wir wollen zu privaten Dingen beim besten Willen nichts sagen." Den besten Willen drückte er aber dadurch aus, dass er die Neue mit zum Golfturnier der Zeitschrift gebracht hatte. Worüber sich Grasser aufregen könnte, wäre allerdings die Evita-Prosa, mit der seine Lovestory gedichtet wird. Erste Begegnung: "Don Bürgerlich versus Revoluzzer-Chica." Vorübergehende Trennung: "Hasta la vista, Minista ...". Das erste Date: "Zwischen Lachscarpaccio, argentinischem Hochlandrind und einem zuckersüßen Schokolademousse muss es dann wohl passiert sein." Wen interessiert das eigentlich?


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