"Kein Kind von Traurigkeit"

Kultur | ERICH KLEIN | aus FALTER 28/04 vom 07.07.2004

LITERATUR Am 15. Juli jährt sich der Todestag Anton Tschechows (1860-1904) zum hundertsten Mal. Der "Falter" sprach mit dem Übersetzer Peter Urban über den Humor, die Augen, die erzählerische Kurzatmigkeit und die letzten Worte des unsterblichen russischen Schriftstellers. 

Tschechow in Deutschland - das ist Peter Urban. Ende der 1960er-Jahre begann der Slawist und damalige Suhrkamp-Lektor Urban mit einer Neuübersetzung der Theaterstücke Tschechows. Bis zu diesem Zeitpunkt war der größte russische Dramatiker nach Nikolaj Gogol in Deutschland nur als Erzähler existent. Urbans mit umfassender philologischer und historischer Detailkenntnis durchgeführte Nachdichtungen der Stücke haben Tschechow zum (nach Shakespeare) meistgespielten nichtdeutschen Dramatiker auf deutschen Bühnen gemacht.

  Der 1941 in Berlin geborene Peter Urban hat sich mit der Biografie des großen Russen in einer großen Bildmonografie und einer Tschechow-Chronik auseinander gesetzt, eine fünfbändige Ausgabe

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