Ein Rest von Coolness

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 28/04 vom 07.07.2004

MARLON BRANDO (1924-2004) Der physisch so präsente Schauspieler war stets am besten, wenn er ganz am Boden lag. 

"I hate the idea of going nine to five.

That would scare me."

(Marlon Brando)

Nicht der Rebell war Marlon Brandos eigentliche Domäne, sondern der Märtyrer und Heilige in einer Person: Erst im kläglichen Scheitern an der Welt zeigte sich seine wahre Größe. Oft kopiert, nie erreicht, Terry Malloys großer Monolog aus "On the Waterfront", für den Brando anno 1954 den Oscar erhielt und der seither zu einem Bestandteil der amerikanischen Folklore wurde: "You don't understand. I coulda had class! I coulda been a contender! I coulda been somebody ... instead of just a bum, which is what I am, let's face it."

  Okay, let's face it. Kein anderer Schauspieler dieses Kalibers (abgesehen von Orson Welles vielleicht) hat annähernd so viele katastrophale Filme gedreht wie Marlon Brando. Knapp vierzig waren es insgesamt. Wohl nur eine Handvoll hat Bestand.

  Brando, geboren 1924 in


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige