Zu ebener Erde

Stadtleben | aus FALTER 28/04 vom 07.07.2004

STADTBILD Die Architektin Angelika Psenner hat Wiens Erdgeschoße erforscht. Ein Gespräch über die engen Gassen dieser Stadt, die Angst der Wiener vor dem Beobachtetwerden und die Kleingaragenepidemie am Alsergrund. JULIA ORTNER

Leere Geschäfte, sterbende Greißler, vergammelte Lagerräume, immer mehr Kleingaragen: In den Wiener Erdgeschoßen abseits der großen Boulevards stehen derzeit 5000 ehemalige Lokale leer. Die Architektin und Soziologin Angelika Psenner beschäftigte sich in ihrem Gastsemester am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien mit den Eigenheiten des Wiener Erdgeschoßes und damit, was Kleingaragen, Kleinhandel und Kleinbürgerlichkeit miteinander zu tun haben. Psenner studierte die Bebauungsstrukturen in den Bezirken zwei bis neun, in dem Grätzel rund um die Rossau betrieb sie Feldforschung in Sachen Kleingaragen. Die Architektin, die zuvor am TU-Institut für Baukunst gearbeitet hat, interessiert sich auch dafür, wie der öffentliche Raum

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