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Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 29/04 vom 14.07.2004

Er hat es wieder einmal getan. Vermutlich zieht bei Nennung des Namens Florian Klenk ein leises, verhaltenes Zähneknirschen durch die Bürofluchten des Justizministeriums. Denn zum dritten Mal hat sich das Ministerium veranlasst gesehen, eines im Falter erschienenen Klenk-Berichts wegen eine Untersuchungskommission einzurichten. Diese zutiefst österreichische Institution dient weniger der Beseitigung von Unrecht als dazu, offiziell einen gewissen Handlungsbedarf einzuräumen; gehandelt wird deswegen nicht. Vor drei Jahren war es bereits der nämliche Fall im Gefängnis Stein gewesen, der das Ministerium munter machte; die Munterkeit war sogleich in Abwiegeln gemündet, zu Unrecht, wie sich herausstellt. Im ebenfalls von Klenk aufgedeckten Fall des im Wiener Stadtpark unter den Füßen von Polizei und Rettung zu Tode gekommenen Cheibani Wague kam es immerhin zu kritischen Berichten des Menschenrechtsbeirats und des Unabhängigen Verwaltungssenats, und es kam zu Strafverfahren gegen Arzt


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