Klestil wegbegleiten

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 29/04 vom 14.07.2004

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Tod und Begräbnis Thomas Klestils zeigten ein Gemeinwesen auf der Suche nach seinem Bild.

Schon treibt die Öffentlichkeit, wie gestandene Journalisten sagen, neue Säue durchs Dorf: Mit der Harmonisierung der Pensionssysteme unternimmt Wolfgang Schüssel den Versuch, es allen recht zu machen, ohne jemandem weh zu tun. Klappt die Reform nicht, waren die Bundesländer schuld, die sie nicht umsetzen, und die Gewerkschafter, die bis zuletzt am Tisch saßen und sich nun schwer tun, ihre Ablehnung zu begründen. Mit der Heeresreformkommission hat der Kanzler vorgemacht, wie Politik geht: den von seinen Parteigenossen selbst misstrauisch beäugten Sozialdemokraten Helmut Zilk als Vorsitzenden nominiert, dessen populäre Reformvorschläge aufgegriffen, die kleingedruckten Widersprüche gar nicht erst zur Sprache gebracht. Was bleibt, ist jener Slogan, den Günter Nenning ausheckte, als er noch ein Linker war, und mit dem Bruno Kreisky dann die erste Wahl gewann: "Sechs


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