Soldaten statt Mauern

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 29/04 vom 14.07.2004

AUSLAND Humanitäre Interventionen sind unpopulär. Wie aber ließe sich die Katastrophe blutiger Bürgerkriege sonst stoppen? 

Von den Vereinten Nationen wird die Situation im Westsudan als die gegenwärtig schlimmste humanitäre Katastrophe des Erdballs beschrieben. Seit Monaten terrorisieren die bewaffneten Milizen der arabischstämmigen so genannten Janjaweed die schwarzafrikanische Bevölkerungsmehrheit. Zehntausend Personen wurden in Darfur getötet, Hunderte Dörfer sind zerstört, fast eine Million Menschen sind auf der Flucht. Nur wenige Monate nachdem der jahrelange Bürgerkrieg der Zentralregierung in Khartum gegen die christlichen Milizen im Süden durch einen Waffenstillstand beigelegt wurde, fürchten die Hilfsorganisationen einen Genozid im Westen des flächenmäßig größten Staates in Afrika. UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat die Region ebenso besucht wie der amerikanische Außenminister Colin Powell. Durch die Drohung mit Sanktionen im UNO-Sicherheitsrat möchten die


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