Neutropäische Reform

CONSTANZE STELZENMÜLLER | Vorwort | aus FALTER 29/04 vom 14.07.2004

KOMMENTAR Österreichs Heeresreform aus deutscher Expertensicht: rabiat und hinterfotzig-zart zugleich. 

Nationale Klischees soll man ja meiden, noch dazu als Nachbar. Aber diese österreichische Heeresreform ist irgendwie recht - pardon - österreichisch. Will sagen: einerseits von beachtlicher Rabiatheit und dann wieder aufs Hinterfotzig-Zarteste ambivalent.

  Rabiat? Durchaus. Mit einer geplanten Halbierung des Streitkräfteumfangs um fast fünfzig Prozent (von 110.000 auf 50.000) bis zum Jahr 2010 rangiert die Heimat der Mozartkugel ziemlich an der Spitze der weltweiten militärischen Transformationsolympiade, zusammen mit notorisch unsentimentalen Wikingernationen wie Norwegen oder Schweden - und weit vor der "Friedensmacht" Deutschland, die aufgrund ihrer globalen Moralreichweite selbstlos nach einem ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat strebt (gerade mal zwanzig Prozent Reduktion der Soldaten).

  Die Wehrpflicht wird von acht auf sechs Monate (Deutschland: zehn Monate) gekürzt.

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