Aber bitte mit Udo

CARSTEN FASTNER | Kultur | aus FALTER 29/04 vom 14.07.2004

MUSIK Von der Flughafentoilette ins Theater an der Wien: Der Geiger Julian Rachlin spielt demnächst beim Sommerfestival Klangbogen. Vom Leben eines jungen Virtuosen alter Schule. 

Seit sechs Stunden sitzt Julian Rachlin im hintersten Eck des Café Tirolerhof. Ein Interview nach dem anderen hat er hier schon gegeben und ist trotzdem noch immer bestens gelaunt - ein Profi, und trotz seiner dreißig Jahre ein routinierter alter Hase, der die Wunderkindkarriere unbeschadet überstanden hat und zuletzt jährlich an die hundert Konzerte weltweit absolvierte. Außerdem hat Rachlin guten Grund zu guter Laune: Nach zehnjähriger unfreiwilliger Pause hat er gerade wieder eine neue Platte aufgenommen. Aufnehmen dürfen, sagt er.

  Die Zeiten haben sich geändert, auch Klassikstars sind bescheidener geworden: "Noch vor ein paar Jahren haben die Plattenfirmen den Künstlern Unsummen bezahlt, und die haben sich aufgeführt wie die Divas. Aber finanziell ist kaum was zurückgekommen. Jetzt gibt es

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