LANDWIRTSCHAFTSMINISTER JOSEF PRÖLL

Schutzheiliger der Bauern

EVA WEISSENBERGER/NINA WEISSENSTEINER | Politik | aus FALTER 30/04 vom 21.07.2004

Josef Pröll kauft sich ein Fahrrad und geht mit uns essen: Sein neues Dienstrad besorgt sich der Umwelt- und Landwirtschaftsminister ausgerechnet bei der Kooperative Fahrrad, einem Laden in Mariahilf, dessen Geschäftsführer für die Grünen in der Wirtschaftskammer sitzt. Als ihm der Verkäufer ein grünes Modell anbietet, meint der ÖVP-Minister aber dann doch: "Das geht mir zu weit!" Stattdessen greift Pröll zu einem dunklen, stattlichen KTM-Rad: "Schwarz passt besser." Das Interview mit dem Bauernbündler zur Harmonisierung der Pensionssysteme findet wieder in gutbürgerlichem Ambiente statt: im Café Sperl.

Falter: Sie haben uns eingeladen, Sie beim Kauf eines Dienstfahrrades zu begleiten. Was wollen Sie damit vermitteln?

Josef Pröll: Irgendwann muss man sich bewegen. Unser Radfuhrpark für die Ministerialbeamten ist schon leicht überaltert, außerdem waren meine Vorgänger etwas leichter, und ich brauche ein stärkeres Modell. Und ich denke, was dienstlich ist, sollte man auch

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