Teure Nächstenliebe

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 30/04 vom 21.07.2004

ASYL Vergangene Woche wurde das "christliche Asylwerberheim Soteria" geschlossen. Endlich.

Vera Dornhackl versteht die Welt nicht mehr. Vergangenen Mittwoch räumten Mitarbeiter des Büros für Sofortmaßnahmen der Gemeinde Wien ihr Asylwerberheim Soteria in Hernals. "Es lag der Verdacht der unbefugten Gewerbeausübung als Beherbergungsbetrieb vor", erklärt Ernst Graf, Leiter des Büros für Sofortmaßnahmen. Also wurden die Zimmer versiegelt und die rund achtzig Bewohner - zum überwiegenden Teil afrikanische Asylwerber -  in städtische Notquartiere gebracht.

  Dornhackl sieht sich als Opfer einer Intrige. "Der Oberstleutnant von Hernals hat einen Pick auf mich, und die Freiheitlichen haben die SPÖ unter Druck gesetzt, gegen Soteria vorzugehen", glaubt die Chefin. Schließlich habe sie ein christliches Haus geführt, samt Gebeten und Gesängen.

  Dornhackl bestreitet den Vorwurf, von Asylwerbern Miete kassiert zu haben, nicht. "Ein Einzelzimmer kostet inklusive Strom und Rechtsbetreuung


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