PRESSESCHAU

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 30/04 vom 21.07.2004

So einen Chef, der immer tatkräftig mit zupackt und sich für keine Arbeit zu schade ist, das wünscht sich ein jeder. News-Herausgeber Alfred Worm machte sich beim Requiem und beim Begräbnis für den verstorbenen Bundespräsidenten Thomas Klestil nicht nur Notizen, nein, er hatte auch zwei Kameras umgehängt. Böse Zungen, und solche haben viele Journalisten, behaupteten sogleich, er habe sich so den Zugang zu den für Fotografen reservierten Bereichen in der Kirche und am Friedhof erschlichen. Schreiberlinge durften nämlich nicht sehr nahe ans Geschehen heran. Sie wurden eines Besseren belehrt: News illustrierte Worms Geschichte über den Trauerzug mit ganzen neun Fotos aus dem Apparat des Autors. Und es waren nicht die schlechtesten. Trotzdem machen sich einige noch immer Sorgen um den Aufdecker: Es gehen ihm die Lieblingsthemen aus. Klestil ist nicht mehr. Wahrscheinlich muss in den nächsten Tagen auch noch der St. Pöltner Bischof Krenn gehen, dann werden illustriertentaugliche Kirchenstorys ebenfalls rar. Gut, Jesus lebt ewig. Und die Wiener ÖVP, ein weiteres Steckenpferd Worms, muss sich halt bemühen, nicht in Bedeutungslosigkeit zu versinken.


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