hum und tja und tja und hum

Kultur | ERICH KLEIN | aus FALTER 30/04 vom 21.07.2004

LYRIK Im "Tagebuch der Nicht-Ereignisse" inszeniert der deutsch-englische Dichter Michael Hamburger seine ganze Lebenserfahrung auf der Bühne eines Gartens: nicht als versöhnliche Naturlyrik, sondern als Weltentwurf voller Engagement. 

Sunshine on hoarfrost: one true winterday / After a whole year's cloudburst." "Rauhreif im Sonnenlicht: ein wahrer Wintertag / Nach den Wolkenbrüchen eines Jahres, Orkan, Nieseln / Pfützen auf den Beeten, die trockengelegte Marsch ein Morast. // Advent ist Eventzeit: WELTWEITE WARNUNG / Wo die Flut steigt und schwimmt, Bäume umgestürzt liegen."

  Apokalyptisch und mit elementarer Wucht beginnt das "Tagebuch der Nicht-Ereignisse" von Michael Hamburger. Der siebte Gedichtband des englischen Dichters und Übersetzers - von Peter Waterhouse bisweilen eigenwillig, mitunter ziemlich frei, was den Sinn betrifft aber immer sehr präzise, kurz: kongenial übersetzt - versammelt alle Themen seiner früheren Bücher: Traum, Erde, Baum, Jahreszeiten, Geschichte


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