Drah di ned um!

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 31/04 vom 28.07.2004

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Warum es egal ist, wen Kanzler Schüssel als Mitglied der Europäischen Kommission nominiert hat. 

Das Eurobarometer in Österreich sackt auf dreißig Prozent Zustimmung zur EU. Die bewährten Kommentatoren überschlagen sich mit Vorwürfen der "Packelei", weil die europäischen Schwarzen den roten Josep Borrell als Parlamentspräsidenten wählten und dafür einige Rote (nicht alle!) den konservativen José Manuel Barroso als Präsident der Kommission bestätigten.

Es ist also alles in Ordnung mit Österreich und der EU, es besteht kein Grund zur Sorge. Längst ist es den hiesigen Leitmedien gelungen, Politikverdrossenheit und Wut auf das Gemeinwesen auf die Europäische Union auszudehnen, und wenn die Beitrittsländer erst einmal zeigen, dass sie nicht von gestern sind und uns da und dort über den Tisch ziehen, dann werden wir Brüssel so richtig freudvoll hassen. Dann werden wir auf die Eurokraten so angefressen sein wie auf Regierung und Parlament in Wien,


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