Das L-Word

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 31/04 vom 28.07.2004

AUSLAND Wo steht John Kerry politisch? Seine Karriere zeigt seine Konturen klarer als sein Wahlkampf. 

Die jungen demokratischen Aktivisten, die mit Werbematerial vor den Kinos stehen, in denen "Fahrenheit 9/11" läuft, sind regelmäßig von der Freigiebigkeit der Besucher überrascht. Zwanzigdollarscheine, oft sogar Fünfzig- oder Hundertdollarscheine für den Wahlkampf John Kerrys sind nach den 112 Minuten Anti-Bush-Trommelfeuer Michael Moores keine Seltenheit. Der Dollarsegen, der seit Beginn des Jahres über die Demokraten niedergeht, hat den Bush-Gegnern die Angst vor den prall gefüllten Kassen der Republikaner genommen. In den ersten sechs Monaten des Jahres hat John Kerry fünfmal mehr als irgendein anderer Herausforderer gesammelt.

  Das demokratische Establishment verdankt diesen unerwarteten Höhenflug den Anti-Bush-Gefühlen eines großen Teils der Basis, die bislang vor allem von Außenseitern kanalisiert wurden. In den Vorwahlen zu Jahresbeginn begeisterte der Anti-Kriegs-Kandidat


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