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Politik | aus FALTER 31/04 vom 28.07.2004

Fußball-WM der Flüchtlinge Das österreichische Team für den Homeless World Cup, die Fußballweltmeisterschaft von Obdachlosen und Asylwerbern, musste bis zwei Tage vor der Abreise um ihre Teilnahme zittern. Schweden, das diesjährige Austragungsland, wollte acht Spieler, die keine gültigen Dokumente hatten, nicht einreisen lassen. Da man seinen Status als Asylwerber verliert, wenn man bei der Botschaft seiner Heimat einen Pass beantragt, wandten sich die Organisatoren an das Innenministerium. Dort reagierten die Beamten unbürokratisch, die Spieler mussten lediglich eine Verzichtserklärung für die Dauer des Aufenthalts in Schweden unterschreiben. Sieben der acht Spieler erhielten von den Botschaften Afghanistans und des Irans für die WM-Dauer gültige Pässe. Lediglich der Tormann musste durch einen Spieler des Augustin-Teams ersetzt werden, da er keine Geburtsurkunde vorweisen konnte. Die Chancen, dass die acht Kicker die Heimreise mit einem Pokal im Gepäck antreten, stehen nicht


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