Perfekter Durchschnitt

Medien | OLIVER HOCHADEL | aus FALTER 31/04 vom 28.07.2004

BILDERMARKT Sie sind überall. Der Leser bemerkt sie trotzdem nicht. Stock Photography wird beliebig oft in Medien und Werbung verwertet. Über die Ästhetik der Vorratsbilder und die Macht der Bildagenturen. 

Déjà-vu-Erlebnisse gibt es auch bei Fotos. Dieses rüstige Pensionistenpaar mit dem angegrauten Haar und dem sonnengebräunten Teint, das selig am Strand flaniert oder am Frühstückstisch sitzt, habe ich doch schon mal gesehen. In einer Hochglanzanzeige für Lebensversicherungen? Oder in einem Zeitungsartikel über die Pensionsharmonisierung? Vermutlich sowohl als auch.

  Vielseitig und wieder verwendbare Aufnahmen nennt man "Stock Photography", zu Deutsch: "Vorratsfotografie". Genaue Angaben sind schwierig, aber es wird geschätzt, dass bereits siebzig Prozent aller in den Medien und in der Werbung verwendeten Bilder Stock Photography sind. Diese nichtaktuellen Bilder finden sich in Nachrichtenmagazinen genauso wie in Firmenzeitschriften und Imagekampagnen, auf Wahlkampfplakaten,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige