Kommentar

Wahnsinn Sommerfestivals: ohne Wien!

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 31/04 vom 28.07.2004

Schluss, aus, das war's. Für das mediale Kultursommertheater steht das bayerische Provinzstädtchen Bayreuth seit vergangenem Sonntag nicht mehr zur Verfügung. Bis dahin wurde auf breitem Raum und in jedem Detail von der Furcht diverser Wagnerianer berichtet, das Regietheater könne bei der Premiere des "Parsifal" in Person von Christoph Schlingensief wieder mal sein schmutziges Haupt erheben. Doch dann war alles halb so wild, und den meisten Zeitungen blieb in ihren Rezensionen nur noch der Rückgriff auf den guten alten Sager, nach dem angesagte "Revolutionen" (Der Standard) respektive "Skandale" (Die Presse) "eben doch nicht stattfinden".

Ab jetzt schaut, so scheint's, alle Welt nur noch nach Salzburg. Ja sicher, schon auch ein bisschen auf die Bühnen der Festspiele, auf denen gerade die ersten Premieren stattgefunden haben, und in die Konzertsäle, in denen bereits einiges an hochklassigem Klassischen zu hören war. Nimmt man freilich den Umfang medialer Berichterstattung zum Maß


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