"Es geht um Dreistigkeit"

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 31/04 vom 28.07.2004

MUSIK Seit mehr als zehn Jahren nimmt Christopher Just mit seinen musikalischen Humorattacken die bierernste Elektroszene aufs Korn. Jüngster Streich: eine neue Platte, die eigentlich acht Jahre alt ist. 

Ein guter Humorist ist, so das Vorurteil, im Privatleben ein depressiver Zeitgenosse. Das trifft offenbar auch auf den Techno-Entertainer und Elektronikproduzenten Christopher Just zu, der an sich für seinen Brachialhumor bekannt und gefürchtet ist. Zumindest tut der Wiener beim Fotoshooting im Anschluss an das Falter-Interview so, als habe er viel zu leiden - und inszeniert sich als trauriger Clown, dessen Blick nach der Einrichtung eines Spendenkontos zur Selbstwertsteigerung schreit.

  Womöglich geht es aber auch nur um eine Imagekorrektur: Wegen Frühwerken wie "Wenn der Toni mit dem Polster und der Edi mit dem Finger" oder "Jörg Haider is schwul" wird der Mittdreißiger bis heute oft als reiner Häuslschmähbruder (schief) angesehen. Wogegen er sich auch im Gespräch verwehrt:


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige