Wer ist hier der Boss?

Stadtleben | JULIA ORTNER | aus FALTER 31/04 vom 28.07.2004

STEPHANSDOM Spendensammelbüchse, ewige Baustelle, Wirtschaftsunternehmen, Gotteshaus. Rund um den Dom gibt's Zoff: Wer hat hier das Sagen? Wie weit darf die Vermarktung gehen? 

Ein Rosenkranz: 7,40 Euro. Einmal zur Pummerin fahren: vier Euro. Ein Kreuzerl: 15,30 Euro. Eine Kerze: 58 Cent. Zwei Plakatflächen am Dom für drei Jahre: eine Million Euro. Dass der Stephansdom sich sein Geld selber verdienen muss, okay. Aber seitdem die riesigen Werbeplakate am Südturm prangen, gibt's Ärger am Domplatz. Die Banner, die am Baugerüst hängen, sollen die aufwendige Restaurierung des Turms finanzieren - vielen sind die Botschaften der Bank und der Versicherung am Gotteshaus trotzdem ein Dorn im Auge. "Ich höre kaum mehr Kritik, seitdem wir die schöne Botschaft ,Ein herzliches Grüß Gott den EU-Nachbarn' am Turm haben", beteuert Dompfarrer Anton Faber. Gut, anfangs hätten nicht nur viele Gläubige, sondern sogar die eigenen Priester Schwierigkeiten mit der Werbung gehabt. Aber nach Fabers


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