Welches Wachstum?

Vorwort | MARKUS MARTERBAUER | aus FALTER 32/04 vom 04.08.2004

KOMMENTAR Mit der Wirtschaftskrise ist die Debatte um Vor- und Nachteile des Wirtschaftswachstums verstummt - zu Unrecht. 

In letzter Zeit ist eine langjährige Diskussion fast zum Verstummen gekommen: Jene nach der Bedeutung der Steigerung des Bruttoinlandsprodukts. Nicht ohne Grund, denn die Wirtschaftskrise, in der das BIP, also die Summe der erzeugten Güter und Dienstleistungen, von Anfang 2001 bis Anfang 2004 in Österreich und der EU weitgehend stagnierte, hat die negativen Auswirkungen fehlenden Wirtschaftswachstums auf den Arbeitsmarkt, die Finanzierung des Sozialstaates und die Einkommensverteilung offensichtlich gemacht. Die konjunkturelle Stagnation hat einen massiven Anstieg der saisonbereinigten Zahl der Arbeitslosen von 180.000 im Jänner 2001 auf 240.000 im Juli 2004 bedingt. Der Zusammenhang zwischen der Produktion von Gütern und Dienstleistungen und den dafür notwendigen Beschäftigten ist eng: Ein Prozentpunkt weniger Wirtschaftswachstum bringt einen Verlust von etwa


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