Unfreier Handel

CHRISTIAN FELBER | Vorwort | aus FALTER 32/04 vom 04.08.2004

KOMMENTAR Die Einigung beim WTO-Treffen wird von den meisten Kommentatoren bejubelt. Ein Jammer! 

"Dammbruch", "Historischer Tag", "Schub für die Weltwirtschaft" - die Kommentatoren frohlocken im Chor. Die Einigung der 147 Mitglieder der WTO vergangenes Wochenende in Genf über die weitere Liberalisierung des Welthandels wird als Fortschritt für die Menschheit und Chance auf globalen Wohlstand gewertet. Besonders pikant: Der globale Deal soll vor allem den Entwicklungsländern nützen. Glaubt man EU-Handelskommissar Pascal Lamy, ist die Welthandelsorganisation eine karitative Organisation zur Aufpäppelung der Ärmsten. Blickt man hingegen nüchtern auf das vereinbarte Rahmenabkommen, finden sich nur wenige Frohbotschaften für Entwicklungsländer, der Text zielt auf Liberalisierung im Interesse der bisherigen Exportchampions.

Da wäre einmal die Landwirtschaft: Auf den ersten Blick ist der in Aussicht gestellte Abbau der Exportsubventionen der EU und der USA erfreulich. Preisgestützte

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