NEUE PLATTEN

Kultur | aus FALTER 32/04 vom 04.08.2004

KLASSIK

Piotr Anderszewski:

Bach, Beethoven, Webern

Virgin Classics/Emi

Nicht jeder Musiker kann es sich wirklich leisten, sein Repertoire schmal zu halten. Vor zwei Jahren gestand Piotr Anderszewski im Falter, dass er mit der Musik des 19. Jahrhunderts wenig anzufangen wisse und am liebsten Bach, Mozart, Beethoven und dann wieder Bartók, Janácek oder Webern spiele. Sein Chopin-Album von vor wenigen Monaten fiel dennoch fantastisch aus, nun konzentriert er sich wieder auf seine Schwerpunkte. Mit einer 6. Englischen Suite von Bach, die an Sanftheit kaum zu überbieten ist, einer kontrastreichen Interpretation von Beethovens As-Dur-Sonate, op. 110 und Weberns "Variationen" op. 27 zeigt der polnisch-französische Pianist, dass er auch innerhalb der selbst auferlegten Beschränkung Raum genug für seine beeindruckenden Ausdrucksfähigkeiten findet. Er kann sich's wirklich leisten.

CARSTEN FASTNER

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