"Wo hast du die Bässe her?"

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 32/04 vom 04.08.2004

LONDON SOUNDFILES Wreckless Eric und Andy Weatherall, der verkannte König des LoFi-Pop und der Dance-Pionier: die Geschichte einer seltsamen geistigen Verwandtschaft. 

An einem Oktobertag des Jahres 1976 stolperte der erfolglose Kunststudent und Gelegenheitsarbeiter Eric Goulden mit einem notdürftig aufgenommenen Demo-Band ins Büro einer aufstrebenden kleinen Plattenfirma namens Stiff Records. Unter den Songs auf seiner Kassette befand sich eine Hymne an die unerfüllte Sehnsucht namens "Whole Wide World", die aus dem schwächsten Glied der Qualitätskontrolle in der Corona-Limonadenfabrik einen hoffnungsvollen Label-Kollegen von The Damned, Ian Dury und Nick Lowe machen sollte.

  Goulden hieß ab nun Wreckless Eric und verhielt sich ganz entsprechend seinem kecken Pseudonym. Während der Erfolg von Stiff Records ein Ellbogenballett der Karrieristen auslöste, widmete sich der unwillige Popstar dem Alkohol und fand sich bald als depressiver Paranoiker am falschen Ende der In- und


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