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Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 32/04 vom 04.08.2004

THEATER Das Schauspielprogramm der Salzburger Festspiele als Momentaufnahme des jungen deutschen Regietheaters: Anmerkungen zu drei Inszenierungen. 

Das Schauspielprogramm der Salzburger Festspiele hat sich im Lauf der Zeit zu einer Art Trailer der neuen Theatersaison entwickelt. Schon im Sommer kann man hier sehen, was zwischen Zürich und Berlin im Herbst anlaufen wird: "Coming soon to a theatre near you". Weil sowohl die Festspiele als auch die Theater mehr und mehr aufs Geld schauen müssen, stehen in Salzburg seit Peter Steins Abgang fast ausschließlich kostengünstige Co-Produktionen auf dem Programm; Andrea Breths Schnitzler-Inszenierung "Das weite Land" (2002) war die einzige original Salzburger Kreation in sieben Festspielsommern - vom "Jedermann" am Domplatz einmal abgesehen.

  Einerseits haben die Festspiele auf diese Weise natürlich an Exklusivität verloren; andererseits ist das Programm durch das neue System deutlich umfangreicher geworden: In seinem dritten und letzten


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