Achtung, Karma!

Kultur | MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 32/04 vom 04.08.2004

FILM Das Kino aus Hongkong, oft bejubelt und oft schon totgesagt, erfährt erneut einen Aufschwung. Eine Reihe im Filmcasino zeigt, warum. 

Made in Hongkong galt lange Zeit als verkaufsträchtiges Argument für Filme. Zunächst, in den Siebziger- und frühen Achtzigerjahren, vor allem für den Schmuddel- und Schrottmarkt der Kastelkinos und Videotheken, in denen zum Teil sehr gewitzte, aber deutsch verblödelte und umgeschnittene Actionfilme landeten; später dann erschienen Regisseure wie John Woo, Ringo Lam, Tsui Hark oder Ching Siu Tung international als "Autorenfilmer" beinahe im Sinne des klassischen Hollywood, als Industriearbeiter, die ihren Genrefilmen ein Element des Überschusses, kreativen Irrsinns und einen Hauch postmodernen "Scheiß dir nichts"-Eklektizismus hinzufügten, der einem mainstreammüden (europäischen) Publikum wie eine Offenbarung erscheinen musste.

  Wie viel davon auch immer ein Missverständnis gewesen sein mag, Hongkong war doch bis 1997 eine der weltgrößten


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