KUNST KURZ

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 32/04 vom 04.08.2004

Was die Galerien im Sommer zeigen, kann oft leider nur mit dem Prädikat "Gemischtwarenhandlung" umschrieben werden. Eine schöne Ausnahme zur beliebigen Schau aus dem Lagerbestand bildet die Ausstellung "... and in between" in der Galerie Grita Insam (bis 20.8.), die das stringente Programm der Galerie deutlich macht. Die gezeigten konzeptuellen Arbeiten widmen sich durch die Bank der Darstellung von räumlichen Verhältnissen. Von Sigrun Appelt, die sich besonders mit Reisen und den Aufenthalten an anonymen Durchgangsorten beschäftigt, sind abstrahierte Aufnahmen eines Hotelzimmers zu sehen. Katarina Matiasek zerlegt das Panoramafoto einer Wüstenlandschaft in schmale Streifen und fordert damit die synthetisierende Fähigkeit unserer Wahrnehmung heraus, die aus Fragmenten unweigerlich ein vollständiges Bild herzustellen versucht. Die modernen Bauten von Flora Neuwirths Computerbildern stammen aus einer unerwarteten Quelle: Sie bilden die Kulisse für die Abenteuer von Mickeymaus und Donald Duck in den Lustigen Taschenbüchern. Eine verspielte Herangehensweise an ein großes Format wählt Stefan Sandner. Der Wiener Maler bringt kleine grafische Fundstücke - im aktuellen Fall eine gekritzelte Ortsskizze - vielfach vergrößert auf die Leinwand.

  Das Architekturzentrum Wien bietet auch diesen Sommer wieder Führungen durch die Stadt an. Heuer gehört zu den Architekturspaziergängen auch ein kurzer Rundgang durch die Ausstellung "a_schau", die sich Wiener Architektur zwischen 1850 und 1918 widmet. Die "a_walks" geleiten zu wichtigen historischen und zeitgenössischen Objekten. Programm unter www.azw.at.


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